
Alles geht nun mal zu Ende, so auch unser 10-monatiges Abenteuer und als letztes und 11 Land haben wir uns ein echtes Highlight im asiatischen Raum ausgesucht: den langgestreckten, südostasiatischen Küstenstaat: VIETNAM.
Hier ein kurzer historischer Ueberblick zum Land: Vietnam errang im 10. Jahrhundert die Unabhängigkeit von China, wurde von wechselnden Dynastien regiert und kam um 1880unter französische Vorherrschaft. 1941 von Japan erobert, wurde es 1945 in das kommunistische Nordvietnam (Hauptstadt Hanoi) und das vom Westen unterstützte Südvietnam (Hauptstadt Saigon) geteilt.

Nach dem Vietnamkrieg kam es 1976 zur Wiedervereinigung und Saigon wurde nach dem verstorbenen Staatschef Nordvietnams in Ho-Chi-Minh-City, von wo aus wir unsere Vietnam-Tour gestartet haben, umbenannt.

Ho-Chi-Minh-City liegt etwas nördlich des Mekong-Deltas auf dem Westufer des Saigon-Flusses und ist mit ca. 7 Millionen Einwohnern die groesste Stadt Vietnams und Hauptstadt der Mopeds. Taeglich wuseln Millionen von Mofas durch die Strassen und Gassen der Stadt und sorgen so für doch recht fliessenden Verkehr. Aber auch die Umgebung der Stadt hat einiges zu bieten und wir haben 2 Tagesausfluege gemacht. Einen in das Mekong-Delta (Mỹ Tho) und zu den Củ Chi Tunneln.

Die Tunnel von Củ Chi sind ein Tunnelsystem, in dem sich vietnamesische Partisanen im Vietnamkrieg von 1960 bis 1975 versteckt hielten. Die ersten Tunnels von Củ Chi entstanden 1948 im Krieg gegen die Kolonialmacht Frankreich, um Waffen, Vorräte und Menschen zu schützen. Nachdem die Vietnamesen über die Franzosen gesiegt hatten, entsandten die USA Truppen nach Vietnam.

Als sie unweit von Củ Chi ein Hauptquartier errichteten, ahnten sie noch nicht, dass der Feind unter der Erde lauerte. In den Sechzigerjahren erweiterten vietnamesische Partisanen das Tunnelsystem in Ausdehnung und Tiefe massiv, bis es schließlich auf eine Gesamtlänge von 200 Kilometern auf drei Ebenen angewachsen war. Unter der Erde waren ganze Städte entstanden mit Schulen, Lazaretten, Büros und Schlafgelegenheiten. Die unterirdischen Gebäude waren durch Tunnel von ca. 80 cm Höhe und 60 cm Breite verbunden. Als Eingänge dienten mit Grasbewuchs und Laub getarnte Klapptüren. Die Eingänge waren zudem durch einfache, aber wirkungsvolle Fallen gesichert.

Die USA und ihre Verbündeten versuchten wiederholt, das Tunnelsystem einzunehmen oder zu zerstören. Ihr Versuch, die Tunnel durch Bombardierung durch B-52-Bombern zum Einsturz zu bringen, scheiterte. Da die Vietnamesen eine Art Siphon eingebaut hatten, war auch das Einleiten von Gas wirkungslos. Schließlich kamen „Tunnelratten“ (Spezialeinheiten zum Einstieg in die Tunnel) zum Einsatz.

Nach den etwas anstrengenden und heissen Tagen in Ho-Chi-Minh-City haben wir uns eine Abkuehlung am Meer gegönnt und wir sind auf die kleine und etwas abgelegene Insel Phu Quoc im Suedvietnam, nahe der Grenze zu Kambodscha, gefahren und haben dort ein wenig ausgespannt. Danach gings nochmals in das Mekong-Delta, der Reiskammer des Vietnams und zwar in die Provinz Cần Thơ zu den berühmten Schwimmenden Märkten.

Danach gings mit dem Bus in Richtung Norden, mit Zwischenstopps in Dalat im Zentralen Bergland und der Küstenstadt Nha Trang mit den wunderbaren Korallenriffen und langen Sandsträden und Inseln. Einen besonderen Charme hat aber die Küstenstadt Hội An, am Südchinesischen Meer gelegen. Hội An war einst der größte Hafen in Südostasien und gilt als ein Hafen der Seidenstraße.

Außerdem ist Hội An Ausgangspunkt zur ebenfalls von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten und ca. 50 km westlich entfernt liegenden Ruinenstadt Mỹ Sơn. Leider ist nicht mehr sehr viel davon übrig, da die Amis im Vietnamkrieg alles zerbombt und zerstört haben. Aber auch unser nächster Stopp, die Stadt Huế hatte nicht nur Temparaturen von 41 Grad zu bieten, sondern eine Verbotenen Stadt, die nach dem Vorbild in Peking entstand, mit einer einzigartigen Zitadelle (einfacher gesagt - Festung). Um der unglaublichen Hitze der beiden Städte ein wenig entfliehen zu können, haben wir Schatten unter Palmen, an den endlosen und wunderschönen Sandstränden, gesucht und ein kühlendes Bad im Meer genommen.

Erst die Ankunft in Hanoi, der Hauptstadt im Norden des Vietnams, sorgte für etwas angenehmere Temperaturen, da im April gerade Regenzeit herrscht. Aber das Beste haben wir uns für den Schluss aufgespart und es war ein wirklich krönender Abschluss unserer Reise, zwischen den tausenden Kalkfelsen der Ha Long Bay mit traditionellen Holzboot und Kajak durchzufahren. Der Legende nach entstand die Bucht durch einen Drachen, der in den Bergen nahe am Meer lebte. Als er zur Küste lief, zog er mit seinem Schwanz tiefe Furchen in das Land, welches vom Meer überflutet wurde, nachdem der Drache ins Wasser tauchte.

Alles hat nun mal ein Ende und so ist nun der letzte Tag unseres wunderbaren und einzigartigen Abenteuers angebrochen. Morgen geht´s dann via Bangkok wieder nach Hause. Ich hoffe mein Reiseblog hat allen Lesern und treuen Reisebegleiter in der Heimat gefallen. Diese Reise mag nun vorbei sein, aber es gibt noch so viel zu entdecken.

