Sonntag, 13. Dezember 2009

Varanasi -"Welcowe" in der Heiligen Stadt am Ganges


Die naechste Station auf unserer Reise durch Nordindien ist wohl eine der wichtigsten und ältesten Städte Indiens und gilt als heiligste Stadt des Hinduismus: VARANASI. Als besonders erstrebenswert gilt es für strenggläubige Hindus, in Varanasi im Ganges zu baden sowie dort einmal zu sterben und verbrannt zu werden. Entlang des Flusses wurden stufenformige Uferbefestigungen errichtet, die GHATS.

Das gesamte Leben der Stadt spielt sich in diesen Ghats ab. Die Gläubigen sind hierher gekommen, um im Wasser des Heiligen Flusses zu baden, wenige Meter weiter werden die Leichen der Verstorbenen verbrannt, um die Asche anschliessend ins Wasser zu streuen. Ein Bad im Ganges soll von Sünden reinigen und in Varanasi zu sterben und verbrannt zu werden, soll vor einer Wiedergeburt schützen. Aber auch das Alltagsleben spielt sich am Ganges ab. So wird Waesche gewaschen, gefischt, gekocht, gegessen, gefeiert (ein Ghat ist besonders beliebt fuer Hochzeiten) und vor allem gebetet. Bueffel baden im Ganges, Hunde durchwuehlen die Asche nach Essbarem oder haben es sich auf der warmen Unterlage bequem gemacht und Kuehe und Ziegen fressen den Blumenschmuck der Verstorbenen.

Wir sind stundenlang diese Stufen auf- und abgewandert und haben das bunte Treiben beobachtet. Oft ist es schwierig, als Nicht-Hindu dies alles zu verstehen.

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